Workshop 07. und 08.11.2014

Initialworkshop zur zweiten Phase der Perasdorfer Dorferneuerung (DE).

2. Phase der Dorferneuerung in Perasdorf
Initial-Workshop mit hervorragender Beteiligung abgehalten

Perasdorf. (dbk) Am letzten Wochenende begann in Perasdorf die Arbeit an einem der ersten größeren Projekte in der neuen Legislaturperiode, der zweiten Phase der Dorferneuerung (DE). Nachdem im Rahmen der DE in den vergangenen 10 Jahren eine Vielzahl von Projekten (Hoferschließungen, Ortskerngestaltung, Holzkegelbahn, Maschinenwaschplatz, Bolzplatz, etc.) erfolgreich durchgeführt wurden, konnte die Gemeinde die Unterstützung des Amtes für ländliche Entwicklung (AlE) für eine 2. Phase gewinnen. In dieser Phase liegt der Schwerpunkt mehr auf den sog. „weichen“ Themen, weshalb dieses Projekt auch unter dem Begriff „Gemeindeentwicklung“ läuft.
Nach 6-monatiger, intensiver Vorbereitung fand dazu ein 1,5-tägiger Initial-Workshop in einem ruhigen Landgasthof in der Oberpfalz statt. Eine 20-köpfige Gruppe engagierter Bürger, sowie einer Repräsentation des Erholungsheimes Kostenz (Anneliese Mühlbauer) konnte so unter Anleitung bewährter Kräfte aus dem AlE und der Beratungsfirma „Landimpuls“ ungestört an der Fortschreibung des 2006 erarbeiteten Leitbildes und den Prioritäten für die ersten Umsetzungsschritte arbeiten.
Den Anfang des ausschließlich interaktiven Workshops bildete eine Analyse der ersten Phase der DE und des jetzigen des Ist-Zustandes. Das Eigenbild der teilnehmenden Perasdorfer war dabei unerwartet homogen. Pluspunkte waren die Schönheit der Landschaft, die Lage an der „Sonnenseite des bayerischen Waldes“, der Zusammenhalt im Dorf und die Entwicklung der letzten Jahre („… es geht aufwärts“, „… wieder Frieden im Dorf“). Das von einigen Teilnehmern mit Spannung erwartete Fremdbild des AlE (Klaus Siebenhandl) und der Moderatoren von Landimpuls (Anne Wendl, Thomas Schwarz) zur 1. Phase fiel äußerst positiv aus. Die gemachten Erfahrungen seien der Grund dafür gewesen, zum ersten Mal in der Geschichte des AlE eine 2. Phase zu fördern.
Solchermaßen motiviert stürzte sich die Gruppe dann auf die Fortschreibung des 8 Jahre alten Leitbildes. In einer beispiellosen Kraftanstrengung, die manchen Teilnehmer fast an das Ende seiner Konzentrationsfähigkeit führte, gelang es noch am gleichen Tag, die Eckpunkte für das neue Leitbild zu definieren. Nach intensiven Diskussionen über Richtung, strategische Prinzipien, Prioritäten, Fokusthemen, Synergiepotentiale, Netzwerkeffekte, etc., trennte die Teilnehmer nur noch eine Ansprache von Bürgermeister Thomas Schuster vom wohlverdienten Abendessen. Diese Aufgabe meisterte Schuster trotz der vorhergehenden Anstrengungen bravourös: Die Rede war kurz und motivierend und hob dennoch die Leistung der Akteure aus den vergangenen 10 Jahren DE hervor, insbesondere die des langjährigen Bürgermeisters, Alfons Wallner.

Die Arbeit des darauf folgenden Tages galt der Definition konkreter Maßnahmen: So wurden 3 neue Arbeitskreise für die wichtigsten „weichen“ Themen (Familie/Schule, Tourismus/Nebenerwerb), sowie einer zum Thema „Dorfplatz“ etabliert. Um sicherzustellen, dass die gewünschten Synergiepotentiale über die einzelnen Themen hinweg gehoben werden können, wurde eine Steuergruppe in’s Leben gerufen, die sich mit der Integration der genannten, und zukünftig geplanten Aktivitäten befasst.

Gruppenbild Workshop

Das abschließende Feedback der Moderatoren von AlE und Landimpuls war wieder äußerst positiv und wird die Teilnehmer weiter motivieren. Von allen Seiten wurde die konstruktive Art der Diskussion und des Umgangs miteinander gelobt. Es gab wohl keinen Teilnehmer, der von diesem Workshop nicht positiv überrascht war. Besonders hervorzuheben ist auch die Tatsache, dass die Gruppe eine gute Repräsentation der Gemeinde darstellte mit erfreulich vielen jüngeren Beteiligten und Neubürgern. Bürgermeister Schuster hofft, dass die solcherart motivierten Teilnehmer weitere Bürger zur Teilnahme und Teilhabe an dem Projekt „Gemeindeentwicklung“ animieren können.